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System Usability Scale (SUS) – Vorlage

Messen Sie die allgemeine Usability von Produkten oder Services

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Was ist die System Usability Scale (SUS)?

Die System Usability Scale (SUS) wurde 1986 von John Brooke entwickelt. Er schuf dieses unkomplizierte („quick and dirty“) Tool, um die Benutzerfreundlichkeit eines Produkts oder Designs messbar zu machen. Seitdem wird sie genutzt, um so gut wie jedes System zu bewerten – darunter Apps, Hardware, Mobilgeräte, Software und Websites.

Die Umfrage besteht aus 10 Aussagen wie etwa „Ich empfand das Produkt als unnötig komplex“ oder „Ich habe mich bei der Nutzung des Produkts sehr sicher gefühlt“. Die Befragten bewerten diese Aussagen auf einer Skala von 1 bis 5 danach, wie sehr sie ihnen zustimmen. Ein Wert von 1 auf der Likert-Skala bedeutet, dass die teilnehmende Person überhaupt nicht zustimmt, und eine 5 steht für volle Zustimmung. Die Gesamtergebnisse jedes Teilnehmenden werden dann in einen Wert zwischen 1 und 100 umgerechnet – dazu später mehr.

Die System Usability Scale ist seit über 30 Jahren erprobt und hat sich als verlässliche und valide Methode bewiesen, um die wahrgenommene Usability von Systemen zu ermitteln. So sehr, dass Designer*innen und Researcher auch in vielen Jahren noch auf die System Usability Scale setzen werden. Ihre einfache Handhabung, die breiten Einsatzmöglichkeiten und ihre Flexibilität machen sie nach wie vor zu einem beliebten Usability-Test.

Wann solltest du die Fragen der System Usability Scale stellen?

Die System Usability Scale solltest du einsetzen, sobald du deinen Prototyp fertiggestellt hast und bereit für den Test bist.

Platziere die 10 standardisierten Fragen am Ende deines Ballpark-Usability-Tests, um zu sehen, wie die Nutzer*innen mit deinem Design oder Prototyp interagiert haben, und um ihr Erlebnis messbar zu machen.

Da die System Usability Scale ein einheitliches Tool ist, lässt sie sich über mehrere Tests hinweg anwenden. So kannst du Scores zwischen verschiedenen Designs vergleichen – beispielsweise bei einem A/B-Test mit zwei Varianten oder im Vergleich mit der Konkurrenz. Sie eignet sich aber auch hervorragend, um die Entwicklung über Zeiträume hinweg zu verfolgen, etwa auf monatlicher oder quartalsweiser Basis.

3 effektive Einsatzmöglichkeiten für unsere SUS-Vorlage

  1. Priorisiere, wie dringend Usability-Optimierungen nötig sind

  2. Finde heraus, welche Usability-Aspekte besondere Aufmerksamkeit brauchen

  3. Verfolge, wie sich die Usability im Laufe der Zeit verbessert oder verschlechtert

Vorteile der System Usability Scale (SUS)

Die System Usability Scale:

  • Lässt sich schnell und einfach skalieren und an Teilnehmende ausspielen – besonders online –, da die Vorarbeit bereits erledigt ist; das macht sie deutlich kostengünstiger als viele andere Usability-Tests

  • Liefert schon bei kleinen Stichproben verlässliche Ergebnisse (wir empfehlen mindestens 5 Tester*innen)

  • Ist für Nutzer*innen schnell und unkompliziert auszufüllen, sodass du innerhalb von 1 bis 2 Minuten Ergebnisse hast

  • Ist statistisch valide, fundiert und verlässlich – sie misst genau das, was sie soll, und deckt unzureichende Usability bei Produkten oder Services treffsicher auf

Die System Usability Scale (SUS) ist kein Diagnosewerkzeug

Die Ergebnisse der System Usability Scale sind nicht diagnostisch. Sie liefern keine konkreten Ursachen für spezifische Probleme und erklären nicht, warum einzelne Nutzer*innen auf eine bestimmte Weise geantwortet haben. Sie geben dir jedoch ein klares Go oder No-Go in puncto Usability deines Designs. Trotz dieser subjektiven Natur ist die SUS ein hervorragendes Tool für Usability-Benchmarking, um Schwachstellen im Produkt oder Service zu identifizieren und um zu sehen, wo du im Vergleich zum Wettbewerb stehst.

So interpretierst du SUS-Scores

Die Auswertung des SUS-Scores kann auf den ersten Blick etwas knifflig wirken. Wie bereits erwähnt, bewerten die Befragten jede Aussage auf einer Skala von 1 bis 5; die Gesamtergebnisse werden anschließend in einen Wert zwischen 1 und 100 umgerechnet.

Wichtig: Diese Umrechnung ergibt einen Perzentil-Rang – bitte nicht mit einem einfachen Prozentwert verwechseln!

Jeder Antwort wird für die Berechnung des SUS-Scores ein bestimmter Wert zugewiesen. Die Punkte verteilen sich wie folgt:

  • Stimme überhaupt nicht zu: 1 Punkt

  • Stimme eher nicht zu: 2 Punkte

  • Neutral: 3 Punkte

  • Stimme eher zu: 4 Punkte

  • Stimme voll zu: 5 Punkte

Und wie wird daraus nun ein Wert zwischen 1 und 100? Hier ist die einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Bei den ungeraden Fragen (1, 3, 5, 7 und 9): Zähle die Punkte zusammen und ziehe 5 von der Summe ab = X

  2. Bei den geraden Fragen (2, 4, 6, 8 und 10): Zähle die Punkte aller Fragen zusammen und ziehe diesen Wert von 25 ab = Y

  3. Addiere die beiden Zwischenergebnisse (X + Y) und multipliziere das Ganze mit 2,5 – also (X + Y) x 2,5

Beispiel:

  • Antworten auf ungerade Fragen = (3+4+5+2+3) = X = 17

    • 17 – 5 = 12

  • Antworten auf gerade Fragen = (3+1+3+1+2) = Y = 10

    • 25 – 10 = 15

  • SUS-Score = (X + Y) x 2,5

    • (12+15) x 2,5 = 67,5

Der durchschnittliche SUS-Score liegt bei 68. Ein Score von 68 bedeutet schlichtweg, dass die Usability deines Produkts oder Services im 50. Perzentil liegt.

So ordnest du deine Scores ein:

  • 80,3 oder höher ist exzellent – hervorragende Arbeit!

    • Du kannst sicher sein, dass die Nutzer*innen dein Produkt schätzen und es weiterempfehlen werden.

  • Rund 68 ist okay – aber noch kein Grund zum Feiern!

    • Es gibt definitiv einige Usability-Aspekte, die optimiert werden sollten.

  • 51 oder weniger ist schwach – dein Produkt oder Service weist deutliche Usability-Mängel auf.

    • Die Überarbeitung des Designs sollte jetzt oberste Priorität haben.

Die SUS-Vorlage von Ballpark

Die SUS-Vorlage von Ballpark ist so aufgebaut, dass du direkt mit dem Testen starten kannst. Das Template enthält alle 10 Originalfragen von John Brooke, die du individuell anpassen und mit eigenen Kontexten oder Hinweisen versehen kannst, damit die Teilnehmenden den Test optimal durchlaufen.

Hier ist die Liste der enthaltenen Fragen:

  1. Ich kann mir gut vorstellen, dieses System regelmäßig zu nutzen.

  2. Ich empfand das System als unnötig komplex.

  3. Ich fand das System einfach zu bedienen.

  4. Ich glaube, ich bräuchte technische Unterstützung, um dieses System nutzen zu können.

  5. Ich fand, dass die verschiedenen Funktionen in diesem System gut integriert waren.

  6. Ich empfand das System als zu inkonsistent.

  7. Ich kann mir vorstellen, dass die meisten Menschen den Umgang mit diesem System sehr schnell lernen.

  8. Ich fand das System in der Handhabung sehr umständlich.

  9. Ich habe mich bei der Nutzung des Systems sehr sicher gefühlt.

  10. Ich musste eine Menge lernen, bevor ich mit diesem System arbeiten konnte.

Brauchst du Hilfe?

Häufige Fragen zur System Usability Scale (SUS)

Was gilt als guter System Usability Scale Score?

Ist die System Usability Scale nützlich und verlässlich?

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